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Aus dem Projekt STAR wird Dauereinrichtung
Freitag, 10 März 2017 | Autor: mf

Starthilfe in das Berufsleben für Jugendliche mit Behinderung

Münster (lwl). Jugendliche mit Behinderung können jetzt in Nordrhein-Westfalen erstmals flächendeckend und dauerhaft Alternativen zur Werkstatt für Menschen mit Behinderung entdecken und sich Wege auf den ersten Arbeitsmarkt erschließen. Das Projekt STAR (Schule trifft Arbeitswelt), mit dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit NRW und dem Land NRW Jugendliche mit Behinderung in Westfalen-Lippe beim Einstieg ins Berufsleben unterstützt, wird dafür als Teil des NRW-Programms "KAoA - Kein Abschluss ohne Anschluss" zur Dauereinrichtung.

Die Kosten teilen sich der LWL und der Landschaftsverband Rheinland sowie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit NRW und das NRW-Sozialministerium. Ein dreijähriger Berufsorientierungsprozess für 5.000 Schülerinnen mit Behinderung in den letzten drei Schuljahren kostet rund 11,1 Millionen Euro, davon zahlt der LWL 3,7 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe. Diese Abgabe zahlen Unternehmen, die keine oder zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftigen.

"Aus dem Projekt STAR wird ohne Qualitätsverluste unter dem Dach von 'Kein Abschluss ohne Anschluss' eine Dauereinrichtung", sagte LWL-Sozialdezernent Matthias Münning am Mittwoch (8.3.) vor dem LWL-Sozialausschuss in Münster. "So haben wir jetzt ein Übergangssystem von der Schule zum Beruf, das die Unterschiede aller Schüler anerkennt und auf individuelle Bedarfe reagieren kann."

In der Projektphase, die 2009 in vier Modellregionen begann und seit 2012 flächendeckend ausgeweitet wurde, erreichte STAR bisher über westfälische 6.000 Schüler mit Behinderung in 128 Förderschulen und 210 Regelschulen, die Schülerinnen mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichten. Die behinderungsspezifische Berufsorientierung übernahmen dabei die regionalen Integrationsfachdienste. Die Schüler nahmen an über 28.000 Maßnahmen wie Potentialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praktika teil. "So ist es gelungen, dass 392 Jugendliche mit Behinderung einen Ausbildungsplatz und Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden haben", zog Münning eine positive Bilanz der Projektphase.



Hintergrund

STAR ist Teil des NRW-weiten Vorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss", das im Rahmen des Ausbildungskonsenses NRW im Jahr 2011 beschlossenen wurde. Dieses Vorhaben will dafür sorgen, dass Schülerinnen, ob mit oder ohne Behinderung, eine systematische und standardisierte Berufsorientierung erhalten. Dazu gehören ineinandergreifende Standardelemente wie die Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen, betriebliche Praktika und weitere Elemente der Berufsorientierung.

STAR setzt diese Standardelemente speziell für Jugendliche mit Behinderung um und ist in nahezu allen Förderschulen in NRW etabliert. Inklusiv unterrichtende Schulen arbeiten zunehmend ebenfalls mit STAR zusammen. Die bei den Integrationsämtern der Landschaftsverbände eingerichteten Koordinierungsstellen begleiten STAR fachlich und organisatorisch.

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“Das schlimmste Verbrechen gegen die arbeitenden Menschen verübt ein Unternehmen, das keine Profite macht.”

Samuel Gompers, amerikanischer Gewerkschaftsführer, 1850–1942

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