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Betriebsschließung der Kötter Security GmbH
Freitag, 19 Mai 2017 | Autor: U. Kirchhoff

Betriebsschließung der Kötter Security GmbH

Bielefeld. Der Betriebsrat befindet sich seit der Mitteilung der Niederlassungsschließung am 15.03.2017 in Gesprächen und Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite, unter starker Unterstützung der Gewerkschaft ver.di sowie RA Sebastian Peters, der Kanzlei Vieker und Chatziparaskewas aus Minden.

Dem Arbeitgeber wurden bereits mehrere Angebote gemacht, wie angemessene Abfindungen (Nachteilsausgleich zum Verlust des Arbeitsplatzes) für die 51, vom Unternehmen namentlich genannten Beschäftigten, aussehen könnte. Wo es ursprünglich um 51 Mitarbeiter (ca. 25%) der Beschäftigten ging, verstrickt sich das Unternehmen nun in widersprüchliche Aussagen zu der Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen.

Bisher hat der Arbeitgeber dem Betriebsrat gegenüber keine einzige Garantie für den Arbeitsplatzerhalt/Angebot von Beschäftigten gegeben. Der Arbeitgeber fordert eine gedeckelte Sozialplansumme. Die Arbeitgeberseite möchte damit das Unternehmensrisiko auf die Beschäftigten abwälzen, falls Kunden nicht zu den Tochterunternehmen Essen, Dortmund oder Hannover wechseln.

Das Unternehmen behauptet, dass es vor dem Abschluss des Interessenausgleichs- und Sozialplanes nicht mit den Kunden sprechen dürfe. Hierzu gibt es eine klare Aussage vom Betriebsrat, dass dieser nichts dagegen hat und dieses sogar begrüßen würde.

Zu der vom Unternehmen angedachten Maßnahme ist zu sagen, dass sowohl der Betriebsrat, als auch die Gewerkschaft ver.di, diese für eine katastrophal unsoziale Weiterführung der Geschäfte am Standort OWL hält. So sollen viele Beschäftigte, die sich schon seit zig Jahren in Rente befinden und auch befristete Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden, wohingegen Arbeitnehmer mit unterhaltspflichtigen Kindern, Schwerbehinderte, Kranke und überwiegend ver.di Mitglieder gekündigt werden. Es erfolgt somit keinerlei Sozialauswahl, die -insbesondere für ein angebliches "Familienunternehmen"- geboten wäre.

Der Betriebsrat hat die Sorge, dass durch die vom Arbeitgeber geforderte Deckelung des Sozialplanes, die individuellen Abfindungen keine angemessenen Nachteilsausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes darstellen können.

Zu dem bisherigen Ablauf der Verhandlungen ist zu sagen, dass die Arbeitgeberseite mehrfach die ganztägig angesetzten Verhandlungstermine schon um die frühe Mittagszeit verlassen hat. Immer wieder droht die Arbeitgeberseite mit einer Insolvenz des Unternehmens, um die Beschäftigten leer ausgehen zu lassen. Dabei erwirtschaftet die Unternehmensgruppe Kötter einen Umsatz von über 550 Mio. € jährlich.

Anzumerken ist, dass das Unternehmen die lukrativsten Bereiche Interventionsdienste/Alarmverfolgungen zum Ende des Jahres 2016 an die "Konzernmutter" in Essen verkauft hat. Offensichtlich war dieses eine vorgeplante Maßnahme zur Betriebsschließung, damit die Umsätze und Gewinne gedrückt werden.

Der Betriebsrat hat dem Unternehmen am 12.05.17 drei weitere Termine zu Verhandlungen vorgeschlagen, worauf bis zum heutigen Tage noch immer keine Bestätigung erfolgte.

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