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Ausbildung zum Lokführer
Samstag, 07 Oktober 2017 | Autor: dd

Solide Ausbildung für einen zukunftssicheren Beruf

Düsseldorf. Wer Lokführer werden möchte, braucht technisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Der Beruf ist anspruchsvoll, gut bezahlt und zukunftssicher. Davon ist Thomas Görtzen, Geschäftsführer von Keolis, überzeugt. "Wir sind daran interessiert Mitarbeiter lange an unser Unternehmen zu binden. Darum investieren wir viel in ihre Aus- und Fortbildung."

Allein in diesem Jahr hat Keolis zwei Millionen Euro für die Qualifizierung künftiger Lokführer aufgebracht. Insgesamt 79 Anwärter besuchen die aktuell sieben Ausbildungskurse. Eine notwendige Maßnahme angesichts der Expansion des Streckennetzes. Keolis betreibt derzeit drei Netze in Nordrhein-Westfalen mit zehn Linien. Am 10. Dezember übernimmt das Unternehmen den Betrieb der fünf Linien des Teutoburger-Wald-Netzes RB 61, RB 65, RB 66, RB 72 und RE 78. Mit Blick auf die S-Bahn-Rhein Ruhr im Dezember 2019 sind in 2018 weitere Kurse geplant.

Die Qualifizierung dauert insgesamt rund zehn Monate. Sie startet mit einem Theorieteil. Die Teilnehmer erhalten Basiswissen über Bahnhöfe, Züge und Technik. "Eisenrad auf Schiene", nennt Astrid Wessels-Tschöke das. Sie ist Personalreferentin und verantwortet bei Keolis die Qualifizierungskurse. Dieser Teil der Ausbildung umfasst mindestens sechs Wochen und ist seit 2011 für die gesamte EU einheitlich geregelt. Am Ende legt jeder Teilnehmer eine schriftliche und eine mündlichen Prüfung dazu ab. Wer sie besteht, erhält den Führerschein, darf jedoch noch nicht fahren. Aber er hält damit die Voraussetzung für den zweiten, nun länderspezifischen und deutlich umfangreicheren Ausbildungsteil in Händen.

Dieser Teil der Ausbildungsphase dauert zwischen vier und fünf Monaten. Neben umfangreicher Theorie finden nun auch erste Fahrten auf den Zügen statt. So genannte "Kucki-Fahrten", bei denen die Auszubildenden zwar mitfahren, aber noch nicht selbst steuern dürfen.

Maximal 15 Teilnehmer umfasst bei Keolis eine Ausbildungsgruppe. Auch wenn mehr Kapazitäten da wären, sei eine höhere Teilnehmerzahl nicht sinnvoll, so Astrid Wessels-Tschöke. "Das ist schon eine richtige Power-Schulung, die die Teilnehmer da absolvieren. Wenn die Gruppen zu groß sind, ist effektives Lernen nicht mehr möglich."

Nach Abschluss dieser zweiten Lernphase legen die angehenden Lokführer erneut eine schriftliche und mündliche Prüfung ab. Nicht immer bestehen alle Teilnehmer diese Phase. Es mangele häufig nicht an Wissen, sondern der Prüfungsstress sei hoch, so Astrid Wessels-Tschöke. Keolis unterstützt seine Lernenden daher mit verschiedenen Trainings. Je nach Prüfungsordnung des Bildungsträgers darf der Kandidat nach frühestens einer Woche zum zweiten Mal ins Rennen gehen. Dann nimmt in der Regel über 80 Prozent die Hürde und erhält damit die Voraussetzung für die dritte Ausbildungsphase.

Die erfolgt im Betrieb und ist auf einen konkreten Fahrzeugtyp, entweder im Diesel- oder im E-Netz, fokussiert. Mit Abschluss der so genannten Fahrzeugverwendungsprüfung dürfen die Absolventen nun unter der praktischen Anleitung eines Ausbildungslokführers erstmals selbst einen Zug fahren. Die ersten 40 Schichten absolvieren die zukünftigen Tf (für Triebfahrzeugführer), wie sie intern kurz und knapp genannt werden, in Begleitung des erfahrenen Kollegen im Führerstand. Die tägliche Fahrzeit liegt zunächst bei zwei Stunden und wird sukzessive gesteigert. "Trotz Trainings am Simulator ist die Fahrt auf der Strecke dann noch mal etwas ganz anderes."

Nach diesem Teil schließt sich die Abschlussprüfung an, die auch fahrpraktische Teile auf einem Zug und im Simulator umfasst. Nur wer das Gelernte aus der Theorie hier unter den kritischen Augen zweier Prüfer fehlerfrei anwenden kann, wird abschließend eine Zusatzbescheinigung erhalten und darf dann die Verantwortung für seinen Zug alleine übernehmen.

"Der Stress zu Beginn der Tätigkeit ist nicht zu unterschätzen", erklärt Wessels-Tschöke. Die Freude, schließlich eigenverantwortlich einen Zug zu fahren, jedoch auch nicht. Astrid Wessels-Tschöke muss es wissen. Sie hatte selbst die Ausbildung absolviert und ist gefahren, bevor sie in die Personalabteilung wechselte.

Informationen zu Qualifizierungen bei Keolis unter einfach.keolis.de

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“Viele Kapitalisten verbringen ein Drittel ihres Lebens damit, Kapital zu schaffen, ein Drittel der Zeit, ihr Geld zu bewahren, und das letzte Drittel mit der Überlegung, wie sie es vererben sollen!”

André Kostolany, ungar. Börsenspekulant, seine Bücher über Wirtschaftsentwicklungen und die Börse wurden in viele Sprachen übersetzt, 1908-1999

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