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Bergkirchener Winterkonzerte der Musikhochschule Detmold
Montag, 30 Oktober 2017 | Autor: Rainer Begemann

Image Am Sonntag, 12. November 16.30 Uhr beginnt die neue Konzertreihe "Bergkirchener Winterkonzerte der Musikhochschule Detmold".

Eröffnet wird die neue Reihe durch den Rektor der Musikhochschule Prof. Dr. Thomas Grosse. Unter dem Titel "Im Zauberreich der Phantasie" sind Werke von Mozart, Fantasie c-Moll KV 475, Schubert, Wandererfantasie C-Dur op. 15, Schumann, Fantasie C-Dur op. 17 und Mendelssohn, Phantasie fis-Moll op. 28 zu hören. Es spielt der Pianist Manuel Lange, Professor und Prorektor der Musikhochschule Detmold.

Die neue Konzertreihe hat ein abendfüllendes Programm mit Pause und Umtrunk im Gemeindehaus und soll den Studenten und Lehrenden eine weitere Präsentationsmöglichkeit geben. Es sind 4 Konzerte im Wintersemester geplant mit ganz unterschiedlichen Musikern und Ensemble. Das nächste Konzert der Reihe ist am 3. Dezember, 1. Advent um 16.30 Uhr mit Weihnachtskonzert des Vokalensembles der Musikhochschule Detmold "Pop-Up" unter der Leitung von Prof. Anne Kohler. Dieses Konzert ist ausnahmsweise mit Kartenverkauf. (siehe Homepage)

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte
zu Gunsten des neuen Flügels gesammelt.


Weitere Informationen erhält man unter: bergkirchen.net

Das Programm weist verschiedenste Arten von Querverbindungen auf: Zum Einen handelt es sich bei allen Werken, was offensichtlich ist, um Fantasien. Zum anderen zitieren sowohl die Schumann-Fantasie (Beethovens "An die ferne Geliebte" auf einen Text von Jeiteles) als auch die Wandererfantasie (Schuberts der Fantasie den Namen gebendes Lied "Der Wanderer" auf einen Text von Schmidt von Lübeck) ein Werk aus dem Bereich der Liedliteratur, was die Bedeutung der Kunstform Lied für die beiden Komponisten aufzeigt.

Außerdem ist der Schumann-Fantasie ein Motto aus dem Gedicht "Die Gebüsche" von Friedrich Schlegel vorangestellt, welches wiederum Schubert vertont hat. Auch die beiden anderen Komponisten des Abends waren bedeutende Liederkomponisten: Mendelssohns "Lieder ohne Worte" dokumentieren neben seinen Kunstliedern auch in der Klavierliteratur seine Leidenschaft für das kantable Spiel und Mozarts "Veilchen" und "Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte" möchte man gerne als die ersten perfekt durchkomponierten Kunstlieder bezeichnen.

Auch biographisch gibt es enge Verbindungen unter den Komponisten: Der obgleich nur ein Jahr ältere Mendelssohn war in Leipzig ein bedeutender Förderer des noch nicht so arrivierten Freundes Robert Schumann. Schumann wiederum als glühender Verehrer der Werke Franz Schuberts erwarb sich Verdienste als derjenige, der in Wien Schuberts Große Symphonie in C-Dur im Hause von Schuberts Bruder auffand, deren Uraufführung wiederum unter Mendelssohns Dirigat im Leipziger Gewandhaus stattfand. Mozarts Vorbildfunktion wiederum für Schubert spiegelt sich in einem Tagebucheintrag vom 13. Juni 1816 wider: "O Mozart, unsterblicher Mozart, wie viele, o wie unendlich viele solche wohltätige Abdrücke eines lichtern bessern Lebens hast du in unsere Seelen geprägt."

Der Berliner Pianist Manuel Lange absolvierte seine Studien bei Oleg Maisenberg in Stuttgart sowie bei Hans Leygraf in Salzburg und Berlin. Zudem nahm er regelmäßig an Liedmeisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Wolfram Rieger teil.

Er gab Konzerte als Liedbegleiter von Anne Schwanewilms, Mojca Erdmann, Gerhild Romberger, Maria Bengtsson, Olga Bezsmertna, Sibylla Rubens, Stella Doufexis, Lothar Odinius, Jussi Myllys, Mario Zeffiri, Sebastian Noack u. a. im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, in der Dresdner Semperoper, an der Mailänder Scala, an der Opéra Comique in Paris, im Teatro del Liceo in Barcelona, im Théatre de la Monnaie in Brüssel, in der Opéra du Rhin in Straßburg, in der Kölner Philharmonie, in der Oper Frankfurt, im Megaron in Athen und im Musiikkitalo Helsinki.

Zudem gastierte er bei Festivals wie den Sommerfestspielen Baden-Baden, der Ruhrtriennale, dem Bodensee-Musikfestival, den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach, den Gluck-Festspielen Nürnberg und dem Bebersee-Festival. Als Solist spielte er Griegs Klavierkonzert in der Berliner Philharmonie, Brahms Klavierkonzert d-Moll in der Stuttgarter Liederhalle sowie Beethovens Klavierkonzert G-Dur im Offenbacher Capitol.

Gemeinsam mit dem Bariton Sebastian Noack, mit dem ihn eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet, gründete er 2006 die Berliner Konzertreihe "Meisterlied", die sich insbesondere dem deutschen romantischen Kunstlied widmet. Sein künstlerisches Schaffen ist durch CD-Einspielungen mit Anne Schwanewilms, (Schumann und Wolf), Mario Zeffiri (Liszt und Strauss) und Sebastian Noack (Schumann/Heine) dokumentiert.

Nach einer sechsjährigen Tätigkeit als Professor für Gesangsrepertoire an der Universität der Künste Berlin erhielt Manuel Arnfried Lange zum Wintersemester 2011/12 einen Ruf als Professor für Liedbegleitung und Liedgestaltung an die Hochschule für Musik in Detmold.

Manuel Lange lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Berlin. Er ist der Zwillingsbruder des Komponisten Marius Felix Lange.

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