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Hexenwahn und Aberglaube
Montag, 29 Januar 2018 | Autor: Mario Rakuša

Führung auf den Spuren lippischer Mythen, am Sonntag, dem 11. Februar, 15.00 Uhr, im Lippischen Landesmuseum Detmold

Image Detmold. Am 8. Februar ist Weiberfastnacht. Zur Weiberfastnacht gehört der Brauch, dass den Frauen für einen Tag die Macht zugestanden wird. Diese Idee gibt es seit dem Mittelalter. Es war eine Zeit, als die Frauen den Männern in allem untergeordnet waren und die Männer über die Frauen die Geschlechtsvormundschaft ausübten. Es galt als "verkehrte Welt", wenn den Frauen die Macht überlassen wurde. Heutzutage verbindet man mit der Weiberfastnacht die tollen Tage am Karnevalswochenende.

Das Landesmuseum nimmt den Brauch zum Anlass, einen ungewöhnlichen Streifzug in die lippische Geschichte zu machen. Mit der Führung "Hexenwahn und Aberglaube" geht es am Sonntag, dem 11. Februar, auf die Spuren lippischer Mythen. Viele entstanden tatsächlich im Mittelalter. Kein Wunder, die Religion prägte das mittelalterliche Leben, die Menschen fürchteten die Hölle und versuchten die göttlichen Gebote einzuhalten. Heilige und Reliquien wurden angebetet, um von Sünden erlöst zu werden.

Die Kirche nutzte die Ängste der Gläubigen für ein cleveres und hochprofitables Geschäft: Ablassbriefe wurden für viel Geld verkauft - eine Vollkasko-Versicherung für das Jenseits, sozusagen. Viele Menschen unternahmen gar beschwerliche Reisen, Wallfahrten, um Buße zu tun. Eine bedeutsamer Ort, dem im Mittelalter Wundersames nachgesagt wurde, befand sich mitten in Lippe: Blomberg. In dem beschaulichen Ort ist ein Brunnen "wundertätig" geworden, so die Sage. Die kleine Stadt der Handwerker und Gewerbetreibenden verwandelte sich in einen Wallfahrtsort für zahlungskräftige Gläubige. Verantwortlich dafür war Alheyd Pustekoke, eine Frau die ironischerweise als "Hexe von Blomberg" auf dem Scheiterhaufen endete.

War Alheyd wirklich eine Hexe? Gab es tatsächlich Wunder in Lippe? Die Führung beschäftigt sich genau damit: mit Hexenwahn und Aberglaube. Das neue Angebot startet am Sonntag, dem 11. Februar, um 15 Uhr.

Drei Euro kostet die Teilnahme an dem Streifzug durch die Geschichte lippischer Mythen. Da die Teilnehmerzahl bei diesem Rundgang begrenzt ist, wird um Voranmeldung gebeten: 05131 9925 0 oder shop@lippisches-landesmuseum.de

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“Denken Sie einmal an Christoph Columbus ... Er wußte nicht, wohin die Reise ging. Er wußte nicht, wo er war, als er dort war. Und als er zurückkam, wußte er nicht, wo er gewesen war – und das alles mit geborgtem Geld!”

Quelle unbekannt

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