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Zahl der Opfer von Gewalttaten hat zugenommen - LWL hilft 2.500 Betroffenen
Mittwoch, 19 März 2008 | Autor: lwl

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Karl-Heinz Braun, Landesvorsitzender des Weissen Rings Westfalen, und Paul Griestop, Leiter des LWL-Versorgungsamtes Westfalen (v.l.), wollen eng zusammenarbeiten, um Opfern von Gewalt zu helfen. Foto: LWL
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Karl-Heinz Braun, Landesvorsitzender des Weissen Rings Westfalen, und Paul Griestop, Leiter des LWL-Versorgungsamtes Westfalen (v.l.), wollen eng zusammenarbeiten, um Opfern von Gewalt zu helfen. Foto: LWL
LWL-Bilanz zum "Tag des Kriminalitätsopfers"
Westfalen. Die neue Kriminalitätsstatistik belegt: Auch in Westfalen-Lippe ist die Gewaltkriminalität gestiegen und damit auch die Zahl der Opfer. "Besonders besorgniserregend ist, dass die Taten immer brutaler und rücksichtsloser werden", darauf wies Karl-Heinz Braun, Landesvorsitzender des Weissen Rings Westfalen, bei seinem Besuch beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hin. Anlass des Besuches war der bevorstehende "Tag des Kriminalitätsopfers" am 22. März, an dem jährlich der Opfer von Gewaltkriminalität gedacht wird. Braun nutzte die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch und Paul Griestop, dem Leiter des neu eingerichteten LWL-Versorgungsamtes Westfalen.


"Mit der Neugliederung deckt sich der Zuständigkeitsbereich des LWL mit dem Einzugsgebiet des Landsverbandes des Weissen Rings. Wir haben damit einen festen Ansprechpartner für ganz Westfalen. Das dürfte eine dauerhafte gute Zusammenarbeit zugunsten der Opfer erheblich erleichtern", betonten Kirsch und Braun.

Seit Januar hilft der LWL Opfern von Gewalt. Diese Aufgabe des Sozialen Entschädigungsrechtes hat der LWL von den bisherigen Versorgungsämtern übernommen. 2007 erhielten etwa 2.500 Opfer von Verbrechen in Westfalen-Lippe Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz. Insgesamt bekommen 1.868 Personen eine monatliche Grundrente, die je nach Schwere der Schädigung 118 bis 461 Euro beträgt. In 205 Fällen erhielten die Opfer zusätzlich eine Ausgleichsrente, weil sie wegen ihres Gesundheitszustandes oder Alters nicht in der Lage sind, ihren Unterhalt selbst zu bestreiten. Können Opfer wegen der Folgen von Gewalttaten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ihrem Beruf nachgehen, können sie finanzielle Ausgleiche, deren Höhe vom Einzelfall abhängig ist, beantragen. Unter Umständen kann das LWL-Versorgungsamt Westfalen auch die Kosten für eine notwendige Pflege übernehmen. So erhalten 77 besonders schwer betroffene Opfer eine Zulage zur Pflege bzw. bekommen die Kosten für eine Pflegekraft erstattet.

Der Weisse Ring hilft den Opfern als Opferschutzorganisation dabei, ihre Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz durchzusetzen. "Das ist aber noch nicht alles", so Karl-Heinz Braun, "ergänzend zu den staatlichen Leistungen können wir Opfern von Gewalt in finanzieller Not sofort helfen, die Kosten für eine fachkundige Rechtsberatung übernehmen oder das Opfer nach der Tat betreuen und im Gerichtsverfahren begleiten."
Um den Opfern möglichst effektiv zu helfen, vereinbarten LWL und Weisser Ring eine enge Zusammenarbeit in der Opferbetreuung.

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