PSD Bank profitiert von Finanzmarktkrise
Mittwoch, 14 Januar 2009 | Autor: Nicola Hinder
Genossenschaftliche Direktbank im Aufwind
Münster. Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG mit Sitz in Münster am Hafen sieht sich in der Bankenkrise auf der Gewinnerseite. Alle wesentlichen Bilanz- und Ertragskennziffern konnte die zur Genossenschaftsgruppe gehörige Direktbank für Westfalen-Lippe im Jahr 2008 deutlich ausbauen. "Vertrauen hat für Bankkunden an Bedeutung gewonnen; jetzt zahlt sich aus, dass wir als Genossenschaft stets auf sichere und breitgestreute Geschäfte sowie auf die konsequente Weiterentwicklung unserer Leistungsstärke für unsere Mitglieder gesetzt haben", bewertet Bankdirektor Reinhard Schlottbom die ersten vorliegenden Zahlen des gerade abgelaufenen Geschäftsjahres.
So wurden erneut über 4.000 neue Mitglieder aus der Region Westfalen-Lippe gewonnen. Erstmals sind mehr als 66 Prozent der fast 58.000 Kunden auch Bankteilhaber und Miteigentümer der Regionalbank.
Die Bilanzsumme legte in 2008 um über 100 Mio. Euro auf nunmehr gut 830 Mio. Euro zu. Kundeneinlagen und Kundenkredite entwickeln sich gleichermaßen positiv. So erhöhten sich die Einlagen um 6,3 Prozent auf erstmals über 600 Mio. Euro, während die Finanzierungen sogar um 7,4 Prozent auf rd. 450 Mio. Euro anstiegen. Beide Bilanzseiten konnten somit einen gesunden Zuwachs von gut 30 Mio. Euro verbuchen. Dem Wunsch nach Sicherheit bei größtmöglicher Flexibilität folgend, favorisierten die Bankkunden vorwiegend Tagesgelder und unterjährige Festgeldkonten. Beide Bilanzpositionen verdoppelten sich und steuern mit rd. 215 Mio. Euro mehr als ein Drittel zum Gesamtaufkommen der Kundeneinlagen bei. Bei den Krediten dominierten weiterhin die vereinbarten Baufinanzierungen, wobei flexible Modernisierungsdarlehn und zinsgünstige Dispo- und Cashkredite verstärkt nachgefragt wurden.
Bemerkenswert ist, dass die PSD Bank in dem äußerst schwierigen Marktumfeld sowohl ihr Zinsergebnis um gut 25 Prozent auf 13,0 Mio. Euro als auch das Betriebsergebnis um ca. 26 Prozent auf rund 4,7 Mio. Euro hat steigern können. Der Reingewinn vor Steuern konnte um gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Von Abschreibungen im Wertpapierbereich begründet durch die Finanzmarktkrise war die PSD Bank nicht betroffen: "Wir brauchen die neuen Bilanzierungserleichterungen nicht in Anspruch zu nehmen und erst recht nicht den staatlichen Schutzschirm!"
Sorgen hat der Genossenschaftsbänker allerdings vor einem zunehmend verzerrten Wettbewerb: "Wenn einige Autobanken bei Marktzinsen von kaum 2 Prozent heute noch von 4 Prozent oder mehr sprechen, frage ich mich, wie diese Institute Geld verdienen wollen. Hoffentlich wird da nicht schon ein Teil der staatlichen Sicherung verbrannt, für den wir alle noch lange die Zeche werden zahlen müssen!"
Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG wurde vor 137 Jahren als Selbsthilfeeinrichtung gegründet. Sie zählt heute mit einer Bilanzsumme von 830 Millionen Euro zu den renommierten Genossenschaftsbanken in Westfalen-Lippe. Die PSD Bank Westfalen-Lippe betreibt ausschließlich das Privatkundengeschäft. In ihrem Geschäftsgebiet betreut sie knapp 58.000 Mitglieder und Kunden. Die 15 bundesweit regional agierenden PSD Banken sind eine Direktbankengruppe im Verbund der Genossenschaftsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die PSD Banken wurden 1872 gegründet und bilden somit die älteste Direktbankengruppe Deutschlands.
Genossenschaftliche Direktbank im Aufwind
Münster. Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG mit Sitz in Münster am Hafen sieht sich in der Bankenkrise auf der Gewinnerseite. Alle wesentlichen Bilanz- und Ertragskennziffern konnte die zur Genossenschaftsgruppe gehörige Direktbank für Westfalen-Lippe im Jahr 2008 deutlich ausbauen. "Vertrauen hat für Bankkunden an Bedeutung gewonnen; jetzt zahlt sich aus, dass wir als Genossenschaft stets auf sichere und breitgestreute Geschäfte sowie auf die konsequente Weiterentwicklung unserer Leistungsstärke für unsere Mitglieder gesetzt haben", bewertet Bankdirektor Reinhard Schlottbom die ersten vorliegenden Zahlen des gerade abgelaufenen Geschäftsjahres.
So wurden erneut über 4.000 neue Mitglieder aus der Region Westfalen-Lippe gewonnen. Erstmals sind mehr als 66 Prozent der fast 58.000 Kunden auch Bankteilhaber und Miteigentümer der Regionalbank.
Die Bilanzsumme legte in 2008 um über 100 Mio. Euro auf nunmehr gut 830 Mio. Euro zu. Kundeneinlagen und Kundenkredite entwickeln sich gleichermaßen positiv. So erhöhten sich die Einlagen um 6,3 Prozent auf erstmals über 600 Mio. Euro, während die Finanzierungen sogar um 7,4 Prozent auf rd. 450 Mio. Euro anstiegen. Beide Bilanzseiten konnten somit einen gesunden Zuwachs von gut 30 Mio. Euro verbuchen. Dem Wunsch nach Sicherheit bei größtmöglicher Flexibilität folgend, favorisierten die Bankkunden vorwiegend Tagesgelder und unterjährige Festgeldkonten. Beide Bilanzpositionen verdoppelten sich und steuern mit rd. 215 Mio. Euro mehr als ein Drittel zum Gesamtaufkommen der Kundeneinlagen bei. Bei den Krediten dominierten weiterhin die vereinbarten Baufinanzierungen, wobei flexible Modernisierungsdarlehn und zinsgünstige Dispo- und Cashkredite verstärkt nachgefragt wurden.
Bemerkenswert ist, dass die PSD Bank in dem äußerst schwierigen Marktumfeld sowohl ihr Zinsergebnis um gut 25 Prozent auf 13,0 Mio. Euro als auch das Betriebsergebnis um ca. 26 Prozent auf rund 4,7 Mio. Euro hat steigern können. Der Reingewinn vor Steuern konnte um gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Von Abschreibungen im Wertpapierbereich begründet durch die Finanzmarktkrise war die PSD Bank nicht betroffen: "Wir brauchen die neuen Bilanzierungserleichterungen nicht in Anspruch zu nehmen und erst recht nicht den staatlichen Schutzschirm!"
Sorgen hat der Genossenschaftsbänker allerdings vor einem zunehmend verzerrten Wettbewerb: "Wenn einige Autobanken bei Marktzinsen von kaum 2 Prozent heute noch von 4 Prozent oder mehr sprechen, frage ich mich, wie diese Institute Geld verdienen wollen. Hoffentlich wird da nicht schon ein Teil der staatlichen Sicherung verbrannt, für den wir alle noch lange die Zeche werden zahlen müssen!"
Die PSD Bank Westfalen-Lippe eG wurde vor 137 Jahren als Selbsthilfeeinrichtung gegründet. Sie zählt heute mit einer Bilanzsumme von 830 Millionen Euro zu den renommierten Genossenschaftsbanken in Westfalen-Lippe. Die PSD Bank Westfalen-Lippe betreibt ausschließlich das Privatkundengeschäft. In ihrem Geschäftsgebiet betreut sie knapp 58.000 Mitglieder und Kunden. Die 15 bundesweit regional agierenden PSD Banken sind eine Direktbankengruppe im Verbund der Genossenschaftsbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die PSD Banken wurden 1872 gegründet und bilden somit die älteste Direktbankengruppe Deutschlands.

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