Zum Inhalt
Navigation: Aktuelles, Veranstaltungen, Einsendungen
Informationen: neue Kommentare, Wetter, Anmeldung / Login usw.
Technische Informationen: Kontakt, Impressum, Nutzungsbedingungen, Hilfe, Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Abschaffung des Schicksals?
Freitag, 11 Juni 2010 | Autor: Melanie Hübner

Freiburg. 1. Freiburger Symposium zu Grundfragen des Menschseins in der Medizin Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Freiburg veranstaltet ein zweitägiges Symposium zum Thema "Abschaffung des Schicksals? Menschsein zwischen Gegebenheit des Lebens und medizin-technischer Gestaltbarkeit". Das Symposium findet statt am 18. (10 Uhr) und 19. Juni 2010 (9 Uhr) in der Aula der Universität Freiburg im KG I.

Schicksal - dieses Wort ist geradezu ein Fremdwort für die Medizin geworden. Es scheint nicht in das Konzept einer Medizin zu passen, die wie ein Wirtschaftsunternehmen um ihre Patienten buhlen muss. Allerorten wird Planbarkeit und Kontrollierbarkeit suggeriert und versprochen. Dies zeigt sich schon am Umgang mit der Krankheit selbst, die mit den zunehmenden gendiagnostischen Möglichkeiten immer mehr das Signum des Schicksalhaften verliert und mehr und mehr als Resultat des eigenen Verhaltens, der eigenen Versäumnisse verstanden wird. Auch das Geborenwerden und das Sterben werden nicht mehr als das Gegebene betrachtet, das man dankbar annimmt, sondern immer mehr als das zu Kontrollierende aufgefasst und damit tendenziell entwertet.

Der Kongress möchte mit der Thematisierung des Schicksals im Kontext der modernen Medizin eine zentrale Frage des Menschseins zur Diskussion stellen, die sich in Anbetracht der Entwicklungen der modernen Medizin in brisanter und neuer Form stellt. Das Symposium richtet sich sowohl an Experten der Fachgruppen als auch an die breite Öffentlichkeit. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der Theologie, Philosophie und Medizin werden - im perspektivischen Wechsel zwischen Theorie und Praxis - den weit verbreiteten Anspruch, Krankheiten, Geburt und Tod mit allen Mitteln planbar und verfügbar zu machen, reflektieren und kritisch hinterfragen.

Journalistinnen und Journalisten, die an einem Vorab-Interview mit Prof. Dr. Giovanni Maio, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin und Veranstalter des Symposiums, Interesse haben oder Unterstützung bei der Organisation des Aufenthalts in Freiburg benötigen, wenden sich bitte an Professor Maio.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Ein ausführliches Programm befindet sich im Anhang. Weitere Informationen unter: www.menschsein-medizin.de

Partner

Denkanstoße


“Wie er es an der Börse wohl zu einem kleinen Vermögen bringen kann, wollte ein junger Mann einmal von dem amerikanischen Präsidenten-Berater Bernard Baruch wissen. Baruch, mit geschickten Aktien-Spekulationen geradezu legendär reich geworden, entgegnete kurz und trocken: „Indem Sie mit einem großen Vermögen anfangen!“”

Der Reden-Berater, Rentrop-Verlag, Bonn

Legende

Artikel: Icon PDF-Version PDF | Icon Druckversion Druckversion | Icon Artikel versenden versenden |  Seitmap: Seitmap |  Schrift: Schrift grösser stellen grösser | Schrift zurücksetzen zurücksetzen | Schrift kleiner stellen kleiner

Zum Seitenanfang