Bad Driburg. "Es gibt auch gutes Cholesterin". Dieses Thema steht im Fokus des bundesweiten "Tag des Cholesterins 2010" am 18. Juni, ein Aktionstag der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.
Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg bietet zu diesem Anlass am 18.06.2010 von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr die Möglichkeit sich bei Fragen rund um das Cholesterin bei der Diabetes Assistentin Frau Hildegard Claes unter der Telefonnummer 05253 / 83-478 kostenfrei zu informieren. "Die Angst vor Cholesterin ist groß. Dieses Blutfett ist aber nicht automatisch schlecht - das gute HDL-Cholesterin schützt sogar Gefäße und Gehirn. Auf das richtige Maß kommt es an”, fasst die Ernährungsberaterin zusammen.
Der Körper stellt Cholesterin selbst in der Leber her - in ausreichender Menge. Zusätzlich nehmen wir den Stoff über die Nahrung auf, hauptsächlich zusammen mit tierischen Fetten. Im Blut gibt es zwei Cholesterin-Varianten: Das LDL-Cholesterin transportiert Cholesterin aus Leber und Darm in die Körperzellen. Wenn die Konzentration des LDL-Cholesterins im Blut zu stark ansteigt, können sich im Zusammenspiel mit anderen Risikofaktoren Gefäßablagerungen (Arteriosklerose) bilden - die Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Daher spricht man auch vom "schlechten" LDL-Cholesterin ("LieDerLich"). Das "gute" HDL-Cholesterin ("HabDichLieb") hingegen trägt die Substanz wieder zurück in die Leber, wo sie abgebaut und ausgeschienden werden kann. Deshalb sei ein hoher Wert des Abtransport-Cholesterins HDL gut, ein hoher LDL-Wert hingegen schlecht.
Neben Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Übergewicht ist damit auch ein erhöhter LDL-Cholesterinwert als ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht zu unterschätzen. Das Tückische ist, dass erhöhte Cholesterinwerte nicht weh tun. Erst ein Herzinfarkt oder Schlaganfall verraten, dass die Blutgefäße verengt sind. Doch so weit sollte es niemand kommen lassen, stellt Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten fest.
Die Knappschafts-Klinik Bad Driburg möchte mit ihrer Telefon-Sprechstunde ausführlich über die Risiken von Cholesterin informieren und Präventionsmaßnahmen aufzeigen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden.
Rund 60 Prozent der Deutschen kennen ihre Blutfettwerte nicht, obwohl sie schnell und einfach zu ermitteln sind. Ein gesunder Lebensstil führt dazu, dass die Blutfettwerte effektiv gesenkt werden. Dazu gehören aber auch ausreichend Bewegung, der Verzicht auf das Rauchen, der Abbau von Übergewicht und besonders eine ausgewogene Ernährung. Wer fettreiche tierische Lebensmittel und Fette in Maßen verzehrt, nimmt automatisch weniger Cholesterin zu sich. Stattdessen gehören reichlich pflanzliche fettarme Produkte wie Getreide, Brot, Gemüse und Obst auf den Speiseplan.
Weitere Infos
zum Thema im Netz:
www.lipid-liga.de
