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Internationaler Leitkongress zu Nanobio-Technologie eröffnet
Donnerstag, 17 Juni 2010 | Autor: Markus Köller

"Unternehmen müssen das große Schweigen brechen."

Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, seine Exzellenz Philip D. Murphy, der amerikanische Botschafter und der Geschäftsführer der CeNTech GmbH Dr. Thomas Robbers (v.l.)
Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, seine Exzellenz Philip D. Murphy, der amerikanische Botschafter und der Geschäftsführer der CeNTech GmbH Dr. Thomas Robbers (v.l.)
  Münster (wid). Mehr Dialog - weniger Schweigen: Diese Forderungen stellte Dr. Antje Grobe von der Stiftung Risiko-Dialog, Sankt Gallen, zum heutigen Start der NanoBio-Europe an Unternehmen, die Produkte mit Hilfe von Nanotechnologie entwickeln. Rund 280 Wissenschaftler aus mehr als 20 Ländern haben zu dem internationalen Leitkongress im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland zusammengefunden. Im Vordergrund der dreitägigen Veranstaltung stehen Anwendungen der Nanobiotechnologie in den Bereichen Diagnostik, gezielter Wirkstofftransport und Regenerative Medizin.

"Das Bedürfnis der Konsumenten nach Aufklärung und Information ist groß", erklärte Grobe bei ihrer Rede. Es sei ein Problem, dass Unternehmen sich angesichts der teils kritischen Berichtserstattung in den Medien häufig in ihr Schneckenhaus zurückziehen. "Bis auf ein paar Leuchttürme, gibt es ein großes Schweigen von Seiten der Industrie und Wissenschaft", erklärte Grobe. Dabei sei es so wichtig, miteinander zu kommunizieren: über Funktionsweise und Eigenschaften von Nanoprodukten, Vorteile, Technologien und Sicherheit.

"Wer sich zurückhält, steigert nur die Furcht vor dem Unbekannten", so Grobe. "Lassen Sie uns den Kongress nutzen, den Dialog zu erweitern."

Dialog forderte auch der amerikanische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, seine Exzellenz Philip D. Murphy. "Ich schlage vor, dass wir in den nächsten drei Tagen Fragen stellen, miteinander sprechen und viel entdecken", sagte er bei der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung, bei der ebenfalls der Geschäftsführer der CeNTech GmbH, Dr. Thomas Robbers, und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sprachen. "Dass ein internationaler Kongress wie die Nanobio-Europe bereits zum dritten Mal in der Stadt stattfindet, zeigt, dass Münster ein Global Player in der internationalen Wissenschaftsszene ist", betonte Lewe.

Und auch Robbers konstatierte: "Um die Bedingungen für Forschung, Entwicklung und Vermarktung in der Region Münster noch mehr zu stärken, hat die Stadt Münster gemeinsam mit den beiden Universitäten ihre Kräfte in der "Allianz für Wissenschaft" gebündelt." Ziel der strategischen Allianz ist es, Münster als führenden Wissenschafts-Forschungs- und Entwicklungsstandort zu etablieren.

Herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie stellen bis zum 17. Juni die aktuellen Themen und Herausforderungen der Nanobiotechnologie in sechs wichtigen Anwendungsgebieten vor. Am Eröffnungstag erläuterte Dr. Randy Goodall von der NanoMedical Systems INC, Austin, wie Entwicklungen in den Markt überführt werden können.

Professor Mauro Ferrari von der University of Texas wird am Donnerstag über die Visionen der Nanobiotechnologie referieren. Die Forschung und Entwicklung des Landes NRW im Bereich der Nanobiotechnologie präsentiert der NanoMikro+Werkstoffe.NRW Cluster.

Durchgeführt wird der internationale Kongress in Kooperation zwischen dem in Münster ansässigen Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech), Bioanalytik Münster e.V. und dem renommierten Leti/CEA aus Grenoble.

Weitere Informationen zum aktuellen Programm und Referenten finden Sie im Internet unter: www.nanbio-europe.com

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“Das schlimmste Verbrechen gegen die arbeitenden Menschen verübt ein Unternehmen, das keine Profite macht.”

Samuel Gompers, amerikanischer Gewerkschaftsführer, 1850–1942

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