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Lippische Industrie auf Wachstumskurs
Montag, 21 Juni 2010 | Autor: Dahmen Renate

Detmold. Die 113 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in Lippe mit mehr als 50 Beschäftigten erwirtschafteten von Januar bis April 2010 1,4 Mrd. Euro. "Der Umsatz lag damit um 11,4 Prozent über dem gleichen Vorjahrszeitraum", informiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). "Mit dieser Wachstumsrate liegt Lippe weit über dem Landesplus von 7,2 Prozent", ergänzt Martens.

Diese starke Zunahme ist insbesondere auf die Steigerung der Exportumsätze um mehr als ein Viertel (NRW plus ein Achtel) auf 630 Mio. Euro zurückzuführen. Aber auch der Inlandsumsatz legte um rund 6 Prozent (NRW + 3,6 Prozent) zu.

Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, liegt mit 44,5 Prozent mittlerweile deutlich über dem Landesdurchschnitt von 43,5 Prozent.

22.850 Beschäftigte fanden in der Industrie einen Arbeitsplatz, das waren 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings ist ein Teil dieses Arbeitsplatzrückganges auf die Reduzierung der meldepflichtigen Unternehmen zurückzuführen.

Die Elektroindustrie, Lippes umsatz- und beschäftigungsstärkste Einzelbranche, meldet ein Umsatzplus von knapp einem Fünftel, der Auslandsumsatz stieg um knapp 30 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 6,4 Prozent auf 7.412 Arbeitnehmer. Sowohl in der Elektroindustrie als auch im Maschinenbau hat sich die Abhängigkeit vom Ausland in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Zwischenzeitlich gehen 60 Prozent der Umsätze auf den Export zurück.

Der Maschinenbau hat sich in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erholt: der Gesamtumsatz stieg um 5,3 Prozent, die Auslandsnachfrage um 8,6 Prozent. In der Kunststoffindustrie hat sich die Inlandsnachfrage rückläufig entwickelt. Aufgrund des guten Auslandsgeschäftes stieg der Gesamtumsatz jedoch um 4 Prozent auf 110 Mio. Euro.

Vergleichbare Steigerungsraten wie in der Elektroindustrie werden von der chemischen Industrie gemeldet, die sowohl im In- als auch im Ausland sehr erfolgreich wirtschaften konnte. Die chemische Industrie ist die einzige Branche, in der die Zahl der Beschäftigten leicht anzog.

Über schrumpfende Umsätze sowohl im In- als auch im Ausland informieren Möbel- und Metallindustrie.

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Quelle unbekannt

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