LWL setzt seit 2001 auf Jugendprojekte gegen Rassismus und Demokratieferne
Dienstag, 13 Juli 2010 | Autor: Markus Fischer
In diesem Jahr 50.000 Euro für zwölf Projekte
Münster/Westfalen (lwl). "Extremismus ist keine Randerscheinung", hieß es am Montag, 12. Juli, im Landesjugendhilfeausschuss beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL steuert hier bewusst gegen. Bei Jugendlichen das Interesse an Demokratie zu stärken, mit Kommunalpolitikern ins Gespräch kommen und aktiv Mitgestaltungsmöglichkeiten zu entdecken, ist das Ziel eines Programms des LWL-Landesjugendamtes Westfalen. In diesem Jahr fördert der LWL wieder zwölf Jugendprojekte, die für ein demokratisches Miteinander eintreten.
Der LWL fördert in diesem Jahr Projekte von kommunalen und freien Trägern in Paderborn, Münster, Siegen, Gelsenkirchen, Dorsten, Gladbeck (beide Kreis Recklinghausen), Hille (Kreis Minden-Lübbecke), Sundern (Hochsauerlandkreis), Soest, Ahlen (Kreis Warendorf), Rheine (Kreis Steinfurt) und im Märkischen Kreis. Die meisten Projekte legen den Schwerpunkt auf den unmittelbaren Kontakt zwischen Lokalpolitik und Jugendlichen und auf Mitwirkungsmöglichkeiten.
In Gelsenkirchen setzen sich Jugendliche für ihr Jugendzentrum ein, in Hille bauen sie ein Kinder- und Jugendparlament auf. Ein Projekt in Münster versucht, Jugendliche mit Behinderung besser zu integrieren, in Dorsten erarbeiten Jugendliche gemeinsam mit Kommunalpolitikern ein Jugendportal in Soest eine Internetseite, die Kindern und Jugendlichen erklärt, wie Kommunalpolitik funktioniert. "Gespräche und Aktionen helfen, die Distanz zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und Politikern andererseits abzubauen und Demokratie erlebbar zu machen", so LWL-Jugenddezernent Hans Meyer.
Die Projekte greifen die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen mit Ausgrenzung, Vorurteilen, Gewalt und Rassismus auf. Gemeinsam gehen die Projektbeteiligten die Konflikte der Kinder und Jugendlichen und ihre Ursachen an. "Erwachsene aus der Politik und dem sozialen Umfeld setzen dabei auch Grenzen und verdeutlichen, welches Handeln sie nicht akzeptieren. Alternativen zu extremistischen Orientierungen kennen zu lernen und zu erfahren, dass Politik die eigenen Probleme und Situationen ernst nimmt, stellt Weichen für ein demokratisches Miteinander", hieß es im Ausschuss.
Hintergrund:
Die LWL-Landesjugendamt organisiert seit 2001 das Förderprogramm "Jugendarbeit und Kommunalpolitik antworten auf Vorurteile, Rassismus und Demokratieabstinenz" und stellt jährlich 50.000 Euro dafür zur Verfügung. Dabei beraten und verbinden die LWL-Jugendexperten die geförderten Projekte und bereiten sie für die Praxis auf. Seit der Einführung des Programms 2001 hat der LWL bereits 102 Projekte gefördert.
In diesem Jahr 50.000 Euro für zwölf Projekte
Münster/Westfalen (lwl). "Extremismus ist keine Randerscheinung", hieß es am Montag, 12. Juli, im Landesjugendhilfeausschuss beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL steuert hier bewusst gegen. Bei Jugendlichen das Interesse an Demokratie zu stärken, mit Kommunalpolitikern ins Gespräch kommen und aktiv Mitgestaltungsmöglichkeiten zu entdecken, ist das Ziel eines Programms des LWL-Landesjugendamtes Westfalen. In diesem Jahr fördert der LWL wieder zwölf Jugendprojekte, die für ein demokratisches Miteinander eintreten.
Der LWL fördert in diesem Jahr Projekte von kommunalen und freien Trägern in Paderborn, Münster, Siegen, Gelsenkirchen, Dorsten, Gladbeck (beide Kreis Recklinghausen), Hille (Kreis Minden-Lübbecke), Sundern (Hochsauerlandkreis), Soest, Ahlen (Kreis Warendorf), Rheine (Kreis Steinfurt) und im Märkischen Kreis. Die meisten Projekte legen den Schwerpunkt auf den unmittelbaren Kontakt zwischen Lokalpolitik und Jugendlichen und auf Mitwirkungsmöglichkeiten.
In Gelsenkirchen setzen sich Jugendliche für ihr Jugendzentrum ein, in Hille bauen sie ein Kinder- und Jugendparlament auf. Ein Projekt in Münster versucht, Jugendliche mit Behinderung besser zu integrieren, in Dorsten erarbeiten Jugendliche gemeinsam mit Kommunalpolitikern ein Jugendportal in Soest eine Internetseite, die Kindern und Jugendlichen erklärt, wie Kommunalpolitik funktioniert. "Gespräche und Aktionen helfen, die Distanz zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und Politikern andererseits abzubauen und Demokratie erlebbar zu machen", so LWL-Jugenddezernent Hans Meyer.
Die Projekte greifen die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen mit Ausgrenzung, Vorurteilen, Gewalt und Rassismus auf. Gemeinsam gehen die Projektbeteiligten die Konflikte der Kinder und Jugendlichen und ihre Ursachen an. "Erwachsene aus der Politik und dem sozialen Umfeld setzen dabei auch Grenzen und verdeutlichen, welches Handeln sie nicht akzeptieren. Alternativen zu extremistischen Orientierungen kennen zu lernen und zu erfahren, dass Politik die eigenen Probleme und Situationen ernst nimmt, stellt Weichen für ein demokratisches Miteinander", hieß es im Ausschuss.
Hintergrund:
Die LWL-Landesjugendamt organisiert seit 2001 das Förderprogramm "Jugendarbeit und Kommunalpolitik antworten auf Vorurteile, Rassismus und Demokratieabstinenz" und stellt jährlich 50.000 Euro dafür zur Verfügung. Dabei beraten und verbinden die LWL-Jugendexperten die geförderten Projekte und bereiten sie für die Praxis auf. Seit der Einführung des Programms 2001 hat der LWL bereits 102 Projekte gefördert.
