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Lubumchens Träume
Mittwoch, 21 Juli 2010 | Autor: Jens Grüll

Günther Kunold
Günther Kunold
Kinderbuch ab 4 Jahren
Ein Elefantenbaby träumt
Lubumchen in der Menschenwelt

Leseprobe + Bildbeispiele
Wir alle glauben doch, und ihr sicher auch, liebe Kinder, dass es den Tieren in den vielen Zoos dieser Welt gut geht. Sie bekommen regelmäßig ihr Essen, um das sie sich nicht kümmern und sorgen müssen. Sie werden gewaschen und gepflegt, und ein Tierarzt kümmert sich um ihre Wehwehchen. Ihre Wohnungen werden von Pflegern gesäubert und aufgeräumt.

Sie müssen nicht arbeiten und können den ganzen Tag über spielen, einfach das tun, was ihnen Spaß macht. Außerdem bekommen sie täglich Besuch von Kindern und Erwachsenen. Die kleineren Kinder kommen meist mit ihren Kindermädchen oder ihren Eltern, und die größeren mit ihren Schulklassen, in Begleitung ihrer Lehrer. Lubumchen lebte mit seiner Elefantenmama "Lumamchen" in einem Zoo dieser schönen Welt und freute sich über jeden Besucher, vor allem aber über die Kinder, die immer fröhlich erzählend vor der Mauer standen, die das Elefantengehege umschloss, damit Lumamchen und Lubumchen nicht in die Wohngebiete ihrer Tiernachbarn laufen konnten. Sie sollten ja alle vor einander geschützt sein.

Image  Lubumchen hörte den Kindern genau zu, und das machte er nun schon fast drei Jahre. So alt war er nämlich. Mit diesem Alter war er natürlich noch ein Kind. Erwachsen würde er mit ungefähr zehn Jahren sein. Der eine etwas früher, der andere etwas später. Er hatte ja auch viel Zeit mit dem Erwachsen werden, schließlich werden Elefanten 60 bis 70 Jahre alt.

Durch das tägliche Zuhören bei den unentwegt schnatternden Kindern, hatte er deren Sprache verstehen gelernt, genau wie Lumamchen, seine Mama. Leider konnten beide die Sprache der Menschen nur verstehen und nicht sprechen. Aber dafür hatten sie die Elefantensprache, die Lubumchen schon fast perfekt beherrschte, obwohl er erst drei Jahre alt war. Bei den Elefanten geht das etwas schneller als bei uns Menschen. Sie haben ja auch viel größere Köpfe und ein ganz tolles Gedächtnis.

Von den Kindern hörte Lubumchen immer wieder, dass sie dort, wo sie wohnten, Fußball spielten, Schwimmen, Spazieren gingen, Kinos besuchten und Filme sahen, in die Schule gehen durften, um zu lernen, Urlaub in fremden Ländern machten und sogar dorthin flogen und vieles mehr! Lubumchen war von den Erzählungen der Kinder "rappeldull" und hatte den Wunsch, so etwas auch zu erleben.

Dabei dachten wir Menschen, alle Zoo-Tiere müssten glücklich sein! Wie haben wir uns doch bei Lubumchen geirrt! Ihm fehlte offensichtlich die Freiheit, die wir Menschen haben.

Das Leben im Zoo
macht die meisten Tiere froh.
Doch Lubumchen dachte sich,
das ist nichts für mich!
Er wehrte sich und schrie: "Nein, nein,
warum kann ich nicht in Freiheit sein?"

Buchrückentext:

Günther Kunold, Jahrgang 1938, studierte Werkzeug- und Maschinenbau und später Volks- und Betriebswirtschaft an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Köln.

Inzwischen verheiratet, startete er seine berufliche Karriere bei den FORD-Werken in Köln, wo er nach wenigen Jahren die Betriebsleitung bei dem weltweit bekannten Kosmetik - und Parfüm - Unternehmen 4711 übernahm. 1972 folgte dann der Wechsel in die Verpackungsbranche, was den Umzug ins Ruhrgebiet verursachte. Fast zwei Jahrzehnte arbeitete er dort als Technischer Leiter und Prokurist als er - schon 50 Jahre alt - die Werks- und später die Geschäftsleitung übertragen bekam. Obwohl sein Hauptsitz wieder im Rheinland war, hatte er Büros in London, Barcelona und Padua.

Seine beiden Töchter sind natürlich inzwischen verheiratet und "betreuen" 4 Enkelkinder. Diese ließen sicherlich auch den "Märchen - Gedanken" entstehen. Günther Kunold ging 2001 in den Ruhestand und lebt weiterhin in Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, 24.01.2010

© Die Rechte für die deutsche Ausgabe liegen beim Verlag, 2010
"Ein Elefantenbaby träumt"
von Günther Kunold
Wagner Verlag, Gelnhausen ; Paperback ;

54 Seiten mit 26 S/W-Zeichnungen ; 6,90 EUR ; ISBN 978-3-86683-757-7

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