FDP: Option für See muss erhalten bleiben

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Der Vorsitzende der Bielefelder FDP Jan Maik Schlifter, der zugleich Fraktionsvorsitzender im Regionalrat Detmold ist, sieht der Klage der Naturschutzverbände gegen den Regionalplan gelassen entgegen. Die Verbände wollen unter anderem erreichen, dass neben dem Obersee keine größere Wasserfläche eingerichtet werden kann. Genau diese Option hatten FDP und CDU im Regionalrat aufrechterhalten. “Damals wurde mir unterstellt, mein Abstimmungsverhalten sei sogar rechtlich bedenklich, weil es gegen das – natürlich exklusiv von den Grünen definierte – ‚Allgemeinwohl‘ verstoße”, so Schlifter.

Die Vorwürfe des grünen OB-Kandidaten Hallau, die Mehrheit im Regionalrat hätte einen „Kompromiss“ aufgekündigt, sind für Schlifter “ebenso unwahr und lächerlich”. Dass mit rot-rot-grüner Mehrheit im Bielefelder Rat beschlossen wurde, die jahrelange Planung eines Sees, für den die Stadt große Flächen erworben habe, aufzugeben, um darauf Wasserlachen und Tümpel anzulegen, sei gerade kein Kompromiss, sondern “Ausdruck der provinziellen und zukunftsvergessenen Bremsermentalität der Bielefelder Grünen.” Es sei doch offensichtlich, dass Bielefeld eine größere Wasserfläche fehle, die für Freizeitaktivitäten aber auch ökologisch genutzt werden könnte. “Das kann man nicht kurzfristig umsetzen, aber es ist entscheidend, die Möglichkeit dafür offen zu halten – als Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Die Grünen sind gut beraten, das Mehrheitsvotum des Regionalrates einfach zu akzeptieren und von ihrem hohen Ross, sie allein verkörperten das Allgemeinwohl einmal herunterzusteigen.”, so Schlifter. Zu lernen, dass nicht alles so laufe, wie Grüne wollten, sei für diese eine gute Übung für die Zeit nach der Kommunalwahl.

Foto: © OpenStreetMap

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